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Einfach nur Einparken

Tipps und Tricks von Claudia Klame

In den letzten Jahren ist die Frage nach: »Wer kann besser einparken?« oder die Behauptung: »Männer sind die besseren Autofahrer!« - deutlich in den Hintergrund gerückt. Die Bemerkungen vieler Fahrer rund um dieses Thema sind fair, aber dennoch differenziert. Parken ist natürlich Übungssache und beim Lernen gibt es keine nennenswerten Unterschiede bei der Vorgehensweise der Geschlechter. Wenn meine Schülerinnen und Schüler ein Fahrmanöver verstehen und sehr schnell eigenständig parken können, besitzen sie allerdings immer eine große Vorstellungskraft und fragen gezielter nach. Fällt meinen männlichen Fahrschülern das Einparken von Anfang an leicht, dann strahlen sie oft ein Selbstvertrauen aus, nach dem Motto: Nichts leichter als das! Haben Jungen vielleicht doch einen leichten Vorteil, wenn sie schon in der Kindheit mit Modellautos, Zügen oder Flugzeugen spielen, gerne etwas auseinandernehmen, zusammenbauen und sich später für Autos interessieren?

Tipps

Es ist eine Tatsache, dass die gedankliche Vorstellungskraft, das Betrachten aus verschiedenen Perspektiven das Einparken erleichtert und es erinnert mich daran, dass ich bereits in meiner Kindheit eine gute Beobachterin war. Oft sah ich meinem großen Bruder beim Rangieren mit Spielzeugautos zu, wie er »einparkte«, etwas baute und mit seiner Rennbahn den kompletten Boden unseres ohnehin kleinen gemeinsamen Zimmers blockierte. Das zwang mich dann eine Etage höher – auf einen Stuhl oder Tisch, was mir wiederum das Beobachten aus der Vogelperspektive ermöglichte. Später habe ich sehr viel gemalt, auch technisch gezeichnet und so ganz nebenbei mein räumliches Denkvermögen verbessern können – ein Vorteil beim Autofahren. Meiner Raumwahrnehmung wurde ich mir einmal mehr bewusst, als ich den Pkw-Führerschein machte. Ich stellte mir beim Parken die Manöver oft aus der Vogelperspektive vor, was mir leicht viel, denn das kannte ich bereits aus der Zeit als Beobachterin während meiner Kindheit.

Tipps

Tipps für Fahrschüler

Räumliche Vorstellungskraft trainieren

  • Parkmanöver nach der Fahrstunde aufzeichnen.
  • Nachstellen der Parkszenen mit Modellautos oder ähnlichen eckigen Gegenständen – hat großen Lerneffekt.
  • Gedanklich die Szenen aus der Vogelperspektive betrachten, entwickelt die Vorstellungskraft über die Position der Räder – je nach Lenkradeinschlag und der darauf folgenden Fahrtrichtung.

Standardsätze verinnerlichen – am Besten eignen sich Reime

  • Auto gerade Räder gerade!
  • Blinkbewegung = Lenkbewegung!
  • Erst denken, dann lenken!
  • Wer anhält, kann nichts kaputt fahren.

Abläufe beim Parken verinnerlichen

  • Nachdenken über die Parkmanöver und die Übungen theoretisch verinnerlichen.
  • Im Zweifelsfall immer wieder nachfragen.
  • Beim Rückwärtsfahren den Körper drehen und dabei durch die Heckscheibe schauen!
  • Beim Parken immer langsam rollen oder schleifend fahren. Ruhig auch mal anhalten und kurze Pause machen.
  • Korrekturzüge immer gleich mitlernen, denn:
    Ein guter Parker kennt die Korrekturzüge!